3D-Beamer ohne Brille: Gibt es das?

Viele Menschen wünschen sich, dass sie Fernsehsendungen, welche in 3D-Technik ausgestrahlt werden können, auf dem Fernseher in ihrem Wohnzimmer anschauen können. Viele dieser Menschen können sich jedoch nicht mit dem Gedanken anfreunden, während des Anschauens von Sendungen in 3D-Technik ständig eine sogenannte 3D-Brille tragen zu müssen.

3D-Sendungen ohne 3D-Brille anschauen

3D-Fernseher stehen bei vielen Menschen ganz oben auf der Wunschliste. Dennoch kaufen sich nicht alle Menschen einen 3D-Fernseher, auch wenn sie gerne einen solchen besitzen würden. Dies liegt zum einen daran, dass das Angebot der von den TV-Stationen ausgestrahlten Programme in 3D-Technik noch recht spärlich ist. Zum anderen können sich viele Menschen nicht vorstellen, während des Fernsehens in den eigenen vier Wänden eine sogenannte 3D-Brille tragen zu müssen. Die Hersteller von 3D-Fernsehgeräten und 3D-Beamern befinden sich daher in einem Wettstreit, wer das brillenlose 3D-Erlebnis zuerst technisch umsetzen kann.

Forscher aus Taiwan und Schweden arbeiten daran, dass künftig das Anschauen von 3D-Sendungen auch ohne Brille möglich wird. Die von ihnen entwickelte spezielle Leinwand wurde so konstruiert, dass diese auch ohne eine 3D-Brille ein helles 3D-Bild in einer ausgezeichneten Qualität abbildet. Damit sich die Bilder, welche jeweils für das linke und rechte Auge des Betrachters bestimmt sind, nicht überschneiden, haben die Forscher nach aufwendigen Berechnungen die Ausrichtung der Prismen so verändert, dass für den Zuschauer mehrere kleine Betrachtungspositionen geschaffen wurden. Um mehrere dieser Betrachtungsoptionen zu erzeugen, musste die Bildauflösung nur wenig reduziert werden. Die Originalauflösung des 3D-Beamers wird bei dieser Technik um nicht mehr als 50 Prozent abgesenkt.

Dies kann dadurch realisiert werden, dass die Anzahl der Prismen pro Pixel stark erhöht wird. So werden zum Beispiel mit vier Prismen pro Pixel zehn optimale Betrachtungspunkte für 3D-Inhalte geschaffen. Wird die Anzahl der Prismen pro Pixel auf elf erhöht, können einhundert Menschen zur gleichen Zeit ohne das Tragen einer 3D-Brille 3D-Sendungen anschauen.

Das wichtigste Merkmal dieser neuen Technik ist, dass das Licht, welches vom 3D-Beamer ausgesendet wird, zu 90 Prozent wieder reflektiert wird. Dadurch wird das neues System wesentlich wirkungsvoller als alle bisherigen Lösungen für brillenloses 3D-Fernsehen. Laut Angaben der Forscher aus Taiwan und Schweden soll die Herstellung der Leinwand, in welche die Prismen integriert sind nicht besonders aufwendig sein. Dadurch rückt ein brillenloses 3D-Fernsehen in naher Zukunft in den Bereich des Möglichen. Nach Aussagen der Forscher muss nur noch der Augenanstand von 65 Millimetern auf 70 Millimeter verändert werden und die Kopfbewegungen der Zuschauer in die Berechnungen einbezogen werden. Für künftigen 3D-Genuss ohne eine 3D-Brille.

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