3D aktiv vs. passiv Technik: Unterschiede erklärt

Spätestens seit James Camerons Avatar ist das Filmeanschauen in 3D wieder richtig populär geworden. Während es im Kino passives 3D-Erlebnis zu sehen gibt, setzen die Hersteller von Fernsehgeräten und Computer-Monitoren auf zwei verschiedene Techniken. Einmal das passive 3D, wie es schon aus dem Kino bekannt ist, und auf aktives 3D, das ausschließlich bei Home-Entertainment zum Einsatz kommt. Dabei haben beide Techniken ihre Vor- und Nachteile. Die Unterschiede und unterschiedliche Marktlage soll hier beleuchtet werden.

3D aktiv vs. passiv Technik: Die Unterschiede

Einer der wichtigsten Vorzüge vom passiven 3D liegt in den Kosten, denn die Anschaffung eines entsprechenden Fernsehgerätes ist erheblich preiswerter als für aktives 3D. Begründet ist dies hauptsächlich in der anderen Technik, die eine wesentlich teurere Brille, die sogenannte Shutter-Brille erfordert. Denn eine dieser Brillen kostet zwischen 50 und 100 Euro. Der 3D-Effekt entsteht dadurch, dass für jedes Auge ein Bild aus einer jeweils etwas anderen Perspektive (wie beim richtigen Sehen mit zwei Augen auch) betrachtet wird. Beim aktiven 3D wird dabei in einer Schnelligkeit, die nicht mehr zu realisieren ist, jeweils ein Auge abgedunkelt, während das andere sieht, und umgekehrt. In der Folge kann es vorkommen, dass manch ein Benutzer von Übelkeit spricht, denn im Prinzip ist es ein permanentes Flimmern vor den Augen, bei dem diese auch noch sehr belastet werden durch das permanente An und Aus.

Beim passiven 3D hingegen wird der Effekt dadurch erzeugt, dass die jeweils für das rechte und linke Auge vorgesehene Kameraeinstellung durch ein zusätzliches Pixel auf dem Bildschirm in bestimmten Farben (nämlich in denen der Brille) polarisiert wird. Das heißt, durch den jeweiligen Filter vor den Augen ist nur die jeweils für dieses Auge polarisierte Einstellung bzw. Kameraaufnahme zu sehen. Der Nachteil liegt dabei klar auf der Hand: im Prinzip handelt es sich ja um zwei Filme, welche gleichzeitig auf dem Bildschirm gezeigt werden. Somit muss sich die Auflösung des Fernsehers zwei Filme teilen und es steht jeweils nur noch die Hälfte der Auflösung zur Verfügung. Deshalb erscheinen die Filme auch etwas unschärfer. Besonders, da man mittlerweile an die exzellente Full-HD-Auflösung gewöhnt ist. Diese Variante ist trotzdem wesentlich angenehmer für das Auge und auch deutlich preiswerter.

3D aktiv vs. passiv Technik: Fazit

Im direkten Vergleich befinden viele Tester das Bild der aktiven 3D-Wiedergabe als qualitativ deutlich besser, aber klagt die eine oder andere Person, wie schon erwähnt, über Übelkeit. Und zu alledem sind die Anschaffungskosten höher. Das sind Gründe, die für passives 3D-Fernsehen mit Polarisationsbrillen (Pol-Brillen) sprechen. Des Weiteren kommen derzeit auch Fernsehgeräte auf den Markt, die echtes 2D in 3D umwandeln. Von denen ist jedoch abzuraten, denn der Effekt wirkt sehr künstlich. Dies ist auch verständlich, bedenkt man, dass hier ein Fernsehgerät in Echtzeit des Films leisten soll, wofür die Produzenten eines echten 3D-Filmes oft Monate, im Falle von Avatar sogar noch viel mehr Zeit, benötigten. Das kann also nicht wirklich gut sein – noch nicht. So geht auch der Trend bei den Konsumenten insgesamt zu Fernsehgeräten mit passiver 3D-Technologie. Zusätzlicher Vorteil: geht die Brille kaputt, ist sie schnell ersetzt, während bei den Shutter-Brillen schon das dauernde Wechseln der Batterien nervig wird. Sollte man noch bessere Nerven haben, wartet man am besten die nächsten Generationen von 3D-Fernsehgeräten ab, die das Nutzen von zusätzlichen Brillen komplett überflüssig machen und trotzdem eine gute Qualität liefern.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>